| Time: | February 2, 2026, 5:00 p.m. – 6:30 p.m. |
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In the IntCDC Constructive Conversations, the Cluster of Excellence “Integrative Computational Design and Construction for Architecture” hosts renowned national and international scientists to speak on current topics and challenges in the field of IntCDC.
We are delighted to welcome Jasmin Schäfer, Lecturer at ETH Zürich and University of Liechtenstein, to our upcoming Constructive Conversations event on Monday, 2 February 2026 from 17:00 - 18:30 p.m.
Jasmin Schäfer will give a lecture on “Historische Holzkonstruktionen als Wissensspeicher " (Historic wooden structures as repositories of knowledge). The lecture will take place in German and hybrid.
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Date |
Monday, 2 February 2026 | 17:00 - 18:30 p.m. |
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Location |
Hörsaal - M 11.11, Keplerstraße 11, 70174 Stuttgart |
Abstract
Die in historischer Zeit erzielten Errungenschaften im konstruktiven Holzbau sind auch aus heutiger Perspektive bemerkenswert. Die breite Verfügbarkeit des Materials als lokale Ressource sowie die ausgeprägten handwerklichen Fertigkeiten ermöglichten es, den Holzbau bis ins 19. Jahrhundert auf breiter Front zu etablieren. Neben tradierten Techniken setzten sich insbesondere bei anspruchsvollen Brücken- und Dachkonstruktionen innovative Lösungen durch. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewann der Holzbau erneut an Bedeutung. Die rationelle Herstellung zumeist patentrechtlich geschützter Systeme und Verbindungstechniken eröffnete dem Ingenieurholzbau vielfältige Einsatzmöglichkeiten und machte ihn zu einer konkurrenzfähigen Alternative zum vorherrschenden Eisen- und Stahlbetonbau.
Der Vortrag gibt Einblicke in dieses vielschichtige und bislang wenig erforschte Konstruktionserbe anhand ausgewählter Fallbeispiele, die von traditionell gezimmerten Meisterwerken bis hin zu industriell gefertigten, überregional verbreiteten Bauweisen reichen. Im Mittelpunkt steht der erhaltene Bestand, der als konstruktions-, wissens- und kulturgeschichtliches Zeugnis eine Fülle an Informationen bewahrt. Diese lassen sich durch differenzierte Betrachtungsweisen erschließen und bilden zugleich eine relevante Grundlage für den gegenwärtigen Umgang mit dem Bestand.
Historical timber structures represent a significant part of our construction heritage. Abundant wood and traditional carpentry methods allowed timber construction to become widely established by the 19th century, even for complex structures such as roofs and bridges. In the first half of the 20th century, engineered timber systems regained significance through the rational production of mainly patented systems and connection details.
The lecture examines this multifaceted heritage, which has so far received limited attention – from traditionally crafted masterpieces to disseminated construction types. It focuses on surviving examples that preserve valuable information on construction techniques, knowledge transfer, and cultural history, and can be explored through differentiated approaches. These insights offer an important foundation for contemporary engagement with the existing building stock.
Bio
Dr. sc. Jasmin Schäfer ist Gastprofessorin am Institut für Architekturgeschichte (ifag) der Universität Stuttgart. Sie studierte Umwelt- und Bauingenieurwesen an der TU München (M. Sc.) und Denkmalpflege und Bauforschung an der TU Berlin (M. Sc.). Ihre Promotion an der ETH Zürich am Institut für Denkmalpflege und Bauforschung widmete sie der Entwicklung weitgespannter Holzkonstruktionen in der Schweiz und wurde dafür mit dem Förderpreis der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte ausgezeichnet. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit ist sie als Fachexpertin mit eigenem Büro in der Praxis tätig und lehrt an den Universitäten in Zürich und Liechtenstein.
Dr. Schäfers Forschung konzentriert sich auf historische Bautechniken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Dabei verbindet sie einen technisch-konstruktiven Blick auf die historische Substanz mit übergeordneten Fragestellungen zu Planungs- und Bauprozessen, mit dem Ziel, das Bewusstsein für das konstruktive Erbe zu schärfen. Sie leitet und ist Teil mehrerer Forschungsprojekte in den Bereichen Konstruktionsgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege und veröffentlicht die Ergebnisse regelmäßig in wissenschaftlichen Zeitschriften und Tagungsbänden. Während ihres Aufenthalts am ifag vertritt sie die Ingenieurbau- und Konstruktionsgeschichte und leitet den Aufbau einer Arbeitsgruppe in diesem Bereich.
Dr. sc. Jasmin Schäfer is a visiting professor at the Institute of Architectural History (ifag), University of Stuttgart. She studied Environmental and Civil Engineering at TU Munich and completed a postgraduate master’s degree in Heritage Conservation and Building Archaeology at TU Berlin. She earned her PhD from ETH Zurich, Institute for Preservation and Construction History, where she also led and contributed to several research projects. Her research focuses on historic construction techniques from the Middle Ages to the 20th century, combining a technical and structural perspective with broader questions of planning and building processes. During her stay at ifag, she establishes a working group in this field. In addition to her academic work, Jasmin runs her own practice and teaches at universities in Zurich and Liechtenstein.